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Artikel in unserer Publikation


Lebenskräfte
– Arbeiten und Forschen im Ätherischen

 

 

Unsere neue Publikation „Lebenskräfte – Arbeiten und Forschen im Ätherischen“ entstand aus Vor- und Beiträgen, die auf verschiedenen Sommertagungen gehalten wurden. Auf dem Weg vom gesprochenen zum geschriebenen Wort haben alle Beiträge eine Überarbeitung und manche Ergänzung oder Aktualisierung erfahren. Reiches Bildmaterial ergänzt die schriftliche Darstellung.

 

Das Buch vereint unterschiedliche Zugangswege zum Thema. Bereits Theodor Schwenk, der Begründer des Instituts für Strömungswissenschaften, machte in seinem Grundlagenwerk „Das sensible Chaos“ in vielen Beispielen auf die Fähigkeit des Wassers zur Gestaltbildung aufmerksam, und auf die Ähnlichkeit von Strömungsformen mit Formen, die es im Organischen gibt. Diese Ähnlichkeit kann zum Staunen anregen und die Frage wecken, ob es eine übergeordnete Kräftewelt gibt, die in beiden Bereichen gestaltbildend tätig ist. Die sinnlich wahrnehmbaren Phänomene werden in einer solchen Betrachtungsweise ein Weg, die Beziehung des Wassers zum Lebendigen zu verstehen. Die ersten beiden Artikel des Tagungsbandes wählen diesen Ansatz:

 

Christian Liess betrachtet in Wasser als Repräsentant des Ätherischen – ein Blick in seine Gesetzmäßigkeiten am Beispiel des Wirbels grundlegende Eigenschaften des Wassers und die besonderen Strömungsbewegungen in Wirbeln. Anhand von Phänomenen arbeitet er heraus, dass Wasser nicht nur irdischen Bedingungen und Gesetzen folgt.

 

Michael Jacobi stellt in Wasserexperimente – strömendes Gestalten, rhythmische Bewegung viele Experimente dar, die regelmäßig auf den Sommertagungen am Strömungsinstitut zu sehen sind. Immer verbindet er das Experimentieren mit einem Blick in die Natur. Die ausgewählten Phänomene sind solche, in denen die Fähigkeit des Wassers zu Gestaltbildung und eine rhythmische Gliederung der entstehenden Formen in der Zeit oder im Raum deutlich werden.

 

In den nächsten drei Artikeln werden beobachtbare Phänomene und eigene Wahrnehmungen auf der ätherischen Ebene miteinander verbunden:
 

Bild: Aaron Burden

Christine Sutter betrachtet in Zu einem tieferen Verständnis des ‘sensiblen Chaos‘ zwei grundlegende Wasserphänomene: das Streben nach der Kugelform im Tropfen und das Fließen in Mäandern. Theodor Schwenks Darstellung dieser beiden Phänomene in seinem Buch „Das sensible Chaos“ ist für Christine Sutter eine der Grundlagen ihrer Darstellung. Über Theodor Schwenks Betrachtungsweise hinausgehend, bezieht sie Ergebnisse der Bildekräfteforschung nach der Methode von Dorian Schmidt zu diesen Wasserphänomenen ein. Auf diese Weise verbindet sie beide Herangehensweisen miteinander und es entsteht ein tieferes Verständnis für die Phänomene.

 

In einem weiteren Artikel Erkundung der Kräfte des Wassers stellt Christine Sutter Ergebnisse aus der Forschungsarbeit des Strömungsinstituts dar und nimmt den Leser und die Leserin mit in eine Charakterisierung verschiedener Wässer. Sie beschreibt typische Merkmale von Quellwässern, Quellbachwässern und Grundwässern, von Leitungswässern guter und schlechter Qualität, Heilwässern und Heiligen Wässern. Außerdem gibt Christine Sutter Beispiele, wie Wasser durch verschiedene äußere Einflüsse verändert wird, durch die Geologie des Untergrunds, durch elektromagnetische Felder und astronomische Ereignisse. Tropfbildmethode und Bildekräfteforschung nach der Methode von Dorian Schmidt sind methodische Zugangswege, um diese Veränderungen der Wasserqualität zu erfassen.

 

Leben im bildenden Strömen – die schaffende Tätigkeit des Wassers ist das Thema von Manfred Schleyer. Er richtet den Blick einerseits auf Phänomene im Lebendigen und auf das Ätherische, das auch durch das Wasser vermittelt wird. Er stellt die Bedeutung des Wassers für die Erde dar und beschreibt ätherische Kräfte, in sich selbst differenziert und verbunden mit Phänomenen von Wärme, Licht, chemischen Vorgängen und Leben. Naturwissenschaftliche Phänomene und Wahrnehmungen auf der Ebene der ätherischen Kräfte ergänzen sich zu einem Gesamtblick.

 
Die drei Artikel, die sich anschließen, betrachten philosophische Fragen, astronomisch-musikalische Phänomene und den methodischen Weg der Bildekräfteforschung:
 

Maarten Gast, lange Jahre Direktor der Trinkwasserversorgung Amsterdam, blickt mit Was sagen Philosophen über das Wasser? auf über 2000 Jahre Philosophiegeschichte und den sich im Laufe der Geschichte immer wieder wandelnden Blick auf das Wasser. Von dem bekannten Ausspruch von Thales Wasser ist der Ursprung aller Dinge über weitere antike Philosophen, mittelalterliche und neuzeitliche Betrachtungsweisen bis zu den heutigen Philosophen Peter Sloterdijk und René ten Bos reicht der Bogen. Auch stellt Maarten Gast dar, wie die Menschen je nach dem Ort, an dem sie wohnen – bedroht beispielsweise durch Hochwässer oder Dürre, umgeben vom Meer oder im Landesinneren wohnend – einen sehr verschiedenen Blick auf Wasser haben.

 

Die Wirkungsdauer astronomischer Konstellationen ist für Tropfbildversuche von grundlegender Bedeutung. Denn das Geschehen am Himmel kann das Tropfbild beeinflussen. Mit Harmonikale Verhältnisse in Sonnen-, Mond- und Planetenkonstellationen. Bestimmung von Zeiten musikalische Konsonanz stellt Michael Jacobi einen Weg dar, solche wirksamen Zeiten zu ermitteln. Astronomisches Wissen verbindet er mit musikalischen Phänomenen. Ausgehend von Ton-Intervallen und Akkorden und ihrer Konsonanz beschreibt er einen Weg, um die Zeitspanne zu finden, in der eine Konstellation „klingt“.

 

In Geisteswissenschaftlicher Kontext zur Methodik der Bildekräfteforschung stellt Dorian Schmidt einerseits die Ebene des Ätherischen in den Kontext weiterer Ebenen der Wirklichkeit, außerdem setzt er sie in Beziehung zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Anthroposophie ist, so wird deutlich, eine entscheidende Hilfe, um verschiedene Ebenen der Wahrnehmung einzuordnen und gedanklich zu durchdringen. Zugleich ist Dorian Schmidts Artikel eine Einführung in den methodischen Zugang zum Ätherischen, der Bildekräfteforschung genannt wird.

 

In den letzten vier Artikeln berichten die Autoren aus verschiedenen Praxisfeldern:

 

Jan Ziolkowski gibt mit Arbeit im Ätherischen anhand von drei Beispielen Einblick in seine Tätigkeit in der Arzneimittelherstellung. Er stellt dar, wie ein Wasser, das in der Arzneimittelherstellung verwendet wird, auf der ätherischen Ebene beschaffen sein muss und dass es der Arbeit im Kollegenkreis bedurfte, um diesen Aspekt einzubeziehen, als eine neue Wasseraufbereitungsanlage zur Herstellung von Urtinkturen gebaut wurde. Als zweites Beispiel beschreibt er, wie die Rh-Anlage, welche für Therapeutika verwendete Urtinkturen einer Behandlung mit kosmischen bzw. Bewegungsrhythmen unterzieht, und an deren Konzeption auch Theodor Schwenk beteiligt war, umgestaltet wurde. Mistelverarbeitung und der Baldur-Mythos sind das Thema des dritten Beispiels. Neben der inhaltlichen Ebene gibt Jan Ziolkowski immer wieder Einblicke in den sozialen Prozess – denn nur mit seiner Hilfe ist es den beteiligten Menschen möglich, ein Verständnis für Aufgabenstellungen zu entwickeln, die Ätherisches mit einbeziehen.

 

Beate Oberdorfer, leitend in der Firma Sonett tätig, stellt in ihrem Beitrag Aus der Praxis – die Firma Sonett zunächst dar, wie die Gründung von Sonett als Anbieter ökologischer Waschmittel eng mit dem Institut für Strömungswissenschaften verbunden war. Sie führt den Leser und die Leserin anschließend in aktuelle Fragestellungen von Sonett ein und beschreibt, wie heute bei Sonett mit Hilfe der Wahrnehmungsschulung nach Ilse Müller ätherische Qualitäten der Produkte bewusst gemacht und in die Weiterentwicklung der Produkte einbezogen werden. Bilder von spagyrischer Kristallisation vermitteln solche feinen Qualitäten dem Auge.

 

Der Beitrag Bildekräfte in der Medizin der anthroposophischen Ärztin Florence Hibbeler weitet den Blick auf die medizinische Bedeutung des Ätherischen. Die ätherische Ebene sowie seelische Aspekte, die mit der ätherischen Ebene verbunden sind, können Diagnose und Therapie erweitern. Florence Hibbelers Beitrag, in den sie Patientenbeispiele einbezieht, macht deutlich, wie eng das Thema des Ätherischen mit uns Menschen verbunden ist und wie sich ganz neue Möglichkeiten ergeben, Heilmittel zu finden.

 

Im abschließenden Beitrag Arbeit für das Leben vermittelnde Wasser stellt Maarten Gast wichtige Wendepunkte dar, die er während seiner über 50 Jahre währenden Tätigkeit für das Wasser erlebt hat. Leitend verantwortlich zunächst für die Abwasserentsorgung und später für die Trinkwasserversorgung in Amsterdam, nimmt er die Leser und Leserinnen mit in Fragestellungen aus diesen wichtigen Aufgabenbereichen. Seine Betrachtungen richten sich zugleich auf die Beziehung zwischen Wasser und Leben.

 

 

Wir wünschen „Lebenskräfte – Arbeiten und Forschen im Ätherischen“ eine interessierte Leserschaft und freuen uns über Rückmeldungen.

 

Manfred Schleyer (Hrsg.)
Lebenskräfte – Arbeiten und Forschen im Ätherischen
Verlag der Kooperative Dürnau
1. Auflage 2018
ISBN 978-3-88861-088-2
159 Seiten, 113 zumeist farbige Abbildungen, Preis 24,- €

 

Das Buch ist (zzgl. Versandkosten) erhältlich bei der Kooperative Dürnau

Kooperative Dürnau
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Fax +49 (0)7582 9300 20
E-Mail: vertrieb@kooperative.de

 

oder (zzgl. Versandkosten) direkt über das Strömungsinstitut.